Hallöchen ich bin  Sina

ich bin eine kleine Räuberbraut und lebe seit 29.04.2006 im Haushalt. An diesem Tag bin ich morgens ganz schön mit meinen Hunden und meiner Schwester durch die Gegend gedüst und legte mich gegen Mittag bisschen schlafen. Plötzlich kam da eine Frau, mein jetziges Frauchen und schaute mich an. Sie fragte ob ich ein Junge sei aber wir waren nur Mädels. Sie versuchte mich zum spielen zu animieren aber dazu war ich viel zu müde. Meine jetzigen Besitzer meinten wohl zu meinem Frauchen, dass ich die ruhigere von uns beiden Schwestern sei. Meine Schwester ist zu dieser Zeit auch noch durch die Gegend gerannt. Plötzlich packte mich die Frau und schleppte mich in ein Auto. Dort setzte sie mich in ein Katzenkorb rein, der neben einem Hund stand. Wir sind dann ganz lange mit dem Auto gefahren. Ich war viel zu müde um mich aufzuregen, daher schlief ich fast die ganze Autofahrt.

In meinem neuen Zuhause angekommen, holte mich mein neues Frauchen aus dem Korb. Als ich so auf dem Arm saß und mich umsehen wollte, da ich sehe, wie direkt unter mir ein riesiger fremder Hund steht und mich angafft. Boah dem habe ich es aber gezeigt. Ich fauchte ihn an und machte einen ganz dicken Schwanz, Nun fing das riesige Tier auch noch an zu bellen .... Schauder ... ich glaub der wollte mich fressen. Mein neues Frauchen setzte mich sofort zurück in den Korb.  Es dauerte einige Minuten, dann wurde der Korb wieder geöffnet. Dieses mal sah ich das Riesen Monster nicht und schaute mich mal ein wenig im Wohnzimmer um.

E schien auf dem ersten Blick ganz nett zu sein. Futter gab es, Spielsachen lag herum und eine Toilette hatten sie hier auch. Ich dacht ich werd verrückt als plötzlich um die Ecke eine rote Katze kam. Es war ein Kater und er war schon sehr groß. Ich fauchte ihn erstmal Respekt einflößend an. Ich habe gelernt, dass das immer eine gute Wahl war um Abstand zu bekommen. Dieser eingebildete Kerl reagierte überhaupt nicht. er kam etwas näher, rümpfte dann die Nase drehte um und ging. Er sagte kein Wort zu mir.

Wieder etwas später, kam noch eine schwarze ganz alte Katze um die Ecke. Ich wieder als erstes sie angefaucht und auch sie tat so als wolle sie sagen "Oh nein, nicht schon wieder ein Getier", drehte um und ging. Ich spielte etwas weiter und als ich so um die Ecke sah wieder das Monster von Hund. Ich fauchte erst, nahm dann die Beine in die Hand und rannte weg. Der Monsterhund kam aber nicht hinter her aber ich hörte ihn bellen. Abends hörte ich das Frauchen zum Herrchen sagte sie habe Alex, so hieß der Hund angebunden. Als ich müde wurde, setzte mich das Frauchen in den Korb zurück und ich konnte in Ruhe schlafen.

 


30.04.2006

Heute morgen war ich ganz früh wach und ich stand mit meinem Korb in einem dunklen Raum. Ich schrie ganz dolle, da ich Hunger hatte, wach war und soooo  dringend auf Toilette musste. Frauchen hörte es sofort, da sie direkt neben mir im Bett lag. Wir standen dann auf, ich durfte aufs Klo und anschließend gab es Essen und Spiel- und Schmusestunde. Das war voll toll, denn ich durfte mit Frauchen im Schlafzimmer auf dem Bett herum turnen. Der böse Wolf war draußen aber ich hörte ihn nicht. Als ich dann wieder schlafen wollte, legte mein Frauchen Fell von dem bösen Wolf in meinen Korb. Das stank ganz schrecklich nach Hund aber ich war viel zu müde um zu meckern und außerdem machte es schön warm. Mein Korb stellte sie ins Wohnzimmer und ich hörte wie der böse Wolf ständig an dem Korb roch aber das war mir egal er kam ja nicht an mich dran. 

Als ich wieder wach wurde durfte ich ein bisschen im Wohnzimmer spielen. Simon, so hieß der Kater kam auch mal vorbei. Ganz soviel Angst wie gestern hatte ich nicht mehr vor ihm aber mulmig war mir schon. Nachdem er an mir gerochen hatte, was mir nicht recht war, ging er wieder.

Zum schlafen musste ich wieder in den Korb und ich hörte kurz vorm einschlafen wieder den Atem des Hundes.
 


01.05.2006

Der Tag heute verlief ähnlich wie der gestrige. Morgens durfte ich im Schlafzimmer turnen und mittags im Wohnzimmer. Mittags bekam ich wieder mal einen furchtbaren Schreck, denn Frauchen kam mit dem angeleinten Monsterhund ins Wohnzimmer. Ich wieder fauchen ohne Ende und was macht er.... er bellt mich an ....das finde ich absolut frech.


02.05.2006

So langsam geht es mir mächtig auf den Zeiger. Ich möchte nicht mehr im Korb belieben und mir mein Bett selber aussuchen. Was soll denn das für ein Mist. Ich versuch mal immer, wenn ich in den Korb muss zu schreien. Der Monsterhund interessierte mich heute auch nicht, der scheint mich in Ruhe zu lassen und das ist gut so. Der Simon scheint eigentlich ein ganz netter zu sein. Ich habe heute mal versucht etwas mit ihm zu spielen. Sobald es Essen gibt, darf ich auch immer neben ihm essen und er lächelt dann immer nett.  Nichts desto trotz fauche und grummle ich wie eine große beim essen. Keiner der beiden alten Katzen sollen auf die Idee kommen sie könnten etwas von der kleinen abbekommen. Nicht mit mir... nur über meine Leiche.


04.05.2006

Seit heute darf ich nun immer in der Wohnung umherdüsen. Der Monsterhund hatte am Anfang einen Maulkorb auf aber er war mir egal und ich ihm. Ab und zu sah ich, wie er mich von weitem beobachtete. Kam er näher, kam auch gleich das Frauchen und sagte er solle langsam machen. Na also das geht doch, er scheint es zu können nicht wie die beiden bei denen ich aufgewachsen bin.

Da ich jetzt tagsüber nicht mehr in den Korb muss zum schlafen habe ich mir mal gleich einen tollen Platz ausgesucht. Im Wohnzimmer auf dem Fensterbrett scheint die Sonne so schön rein und eine schöne Flauschdecke liegt da. Das wird mein Bett und es soll keiner wagen dies zu benutzen. Die Nacht war aber wieder Korb angesagt aber das war mir egal.


05.05.2006

Heute spielte ich auf dem Fensterbrett und Alex kam zu mir. Er legte seinen Kopf auf mein Fensterbrett und ich fing wie dolle an zu fauchen und  zu grummeln. Alex  drehte erst seinen Kopf und  versuchte mich zu beschwichtigen...  aber das half nicht ich  grummelte weiter. Plötzlich grummelte Alex dann mit ...das war echt voll süß. Vielleicht dachte er ..ok Katzen beschwichtigt man so.  Na ganz so verkehrt scheint er ja gar nicht zu sein.
2-3 Situationen gab es, in denen Alex vor mir stand und ich aus der  Situation nicht mehr raus kam, weil ich in einer Ecke oder vor einer anderen meiner Katze saß. Das versuchte Alex dann aber gleich aus zu nutzen und  stupste mich mit seiner Nase. Das fand ich echt gemein. Frauchen kam dann aber gleich und holte mich aus der Situation wieder heraus.

Ich bin mir auch gar nicht mehr sicher ob er wirklich böse war am anfangs oder ob er nur total aufgeregt und war und sich gefreut als ich kam. So richtig Monster mäßig sieht er gar nicht aus. Wenn Alex Gassi war, läuft er erstmal die Wohnung ab bis er mich gefunden hat, erst dann legt er sich hin und schläft... süß oder.

 


06.05.2006

Wir war meine Herrchen und mein Frauchen auf der Mitgliederversammlung von Parasitus. Ich durfte nicht mit und musste bei die Nachbarin. Mensch war das ein Spaß. Die hatten auch Katzen und sobald ich fauchte rannten die weg wie ein Wirbelwind. Ich muss es echt drauf haben ...das fauchen. Die Schmusezeit habe ich auch sehr genossen, denn ich bin da echt total verwöhnt worden. Einen kleinen Hund hatten die auch aber so was kleines steck ich ja locker in die Tasche.


Die nächsten Monate

Ich habe mich echt gut eingelebt hier. Mit Simon verstehe ich mich sehr gut, er spielt jeden Tag auch mit mir und Frauchen wundert sich, dass er auch sehr zärtlich spielen kann. Er mag mich halt echt. Sheela ist unsere Oma. Bei ihr muss ich immer lieb sein. Ärgern darf ich sie nicht, dann kann es sein, dass ich eine auf die Mütze bekomme. Lasse ich sie in Ruhe, dann ist sie brav und lässt mich in Ruhe.

    

Mit Simon macht es eh viel mehr Spaß zu spielen und Oma ärgern habe ich keine Lust. Toll sind auch die Vorhänge hier im Haus. Die sind bzw. waren an den Fensterscheiben. Man kann da ganz toll klettern und schaukeln. Zum Mücke fangen sind sie auch sehr praktisch. Nett fand ich auch vom Herrchen, dass er die Stangen etwas stabiler gemacht hat, denn dann bin ich nicht gleich runter gefallen. Komisch finde ich aber, dass nicht mehr an jedem Fenster so tolle Schaukeln   sind.

Alex ist ein richtiger Freund geworden. An ihn kann ich mich kuscheln, wenn ich müde bin. Simon ist dazu wirklich überhaupt nicht der Typ. Als Alex so krank war, meinte das Frauchen, ich wäre alt genug einen Beruf zu ergreifen. Ich sollte mir doch mal überlegen, ob ich nicht seine kleine Krankenschwester sein will. Oja, das wollte ich. Ich legte mich sobald er seine Infusionen bekam ganz eng zu ihm. Ich habe aufgepasst, dass mein Frauchen bei der Infusion keinen Fehler macht. Leider bin ich dann aber immer eingeschlafen. Das Schwesternhäubchen habe ich daher leider nie bekommen.


 

Als die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland war, das war klasse, Fast jeden Tag, wenn es Alex gesundheitlich gut ging und er spazieren wollte, sind Frauchen und Alex weg gegangen. Ich schrie immer ich will mit ...nehmt mich doch mit ....biiiiteeee. Endlich bei der WM durfte ich auch mal mit ins Feld. Mein Frauchen wollte schon mit mir zum Tierarzt fahren, weil sie dachte ich wäre im Kopf nicht ganz normal. Sie denkt echt ich würde denken ich wäre ein Hund. Na so was  ich weiß schon, dass  ich eine Katze bin würde ich, denn sonst in einen Wäschetrockner oder die Waschmaschine passen ?

Gemeinsam mit Alex bin ich dann durch die Wiesen gestreift.  Das war mal interessant. Wir haben zwar auch einen Hof, den kann ich durch eine Katzenklappe erreichen aber mit Alex im Feld ist es viel schöner. Schade finde ich allerdings, dass ich das merkwürdige Geschirr anziehen muss.

Ohne Geschirr würde ich viel lieber laufen. Mein Frauchen sagte aber sie habe Angst, dass ich mich verlaufe. Als wir dann letztens im Feld an einem Rübenacker war, verstand ich was sie damit meinte. Die Rüben waren so hoch gewachsen, dass ich überhaupt nicht mehr sehen konnte wo ich bin. Da war ich aber mal froh, dass ich die Leine hatte.


 

Ich war sehr traurig als Alex am 23.07.06 verstorben ist. Ich konnte so schön mit ihm schmusen und spielen. Wir haben oft gemeinsam fangen gespielt und ich suchte dann immer Verstecke aus. Alex hat mich aber meist schnell gefunden. Er ist mir überall hin gefolgt sogar in die Dusche. Ich hoffe, ihr seht mich auf dem Bild rechts, denn eigentlich sind nur meine Augen erkennbar. Folgt Alex Blick, dann findet ihr mich. Weiße Katze auf weißem Grund ist nicht unbedingt leicht zu fotografieren. Ihr müsst wissen Alex war total verschossen in mich, hat auf mich aufgepasst. Als ich mal eine Nacht nicht nach Hause kam, weil ich über die Mauer nach draußen bin hat mich Alex sehr vermisst. Das war ganz kurz bevor er verstorben ist. Er hat mich mit Frauchen gesucht. Als ich dann am nächsten Tag abends von einem Nachbarn gefunden wurde und nach Hause durfte, schleckte mich Alex so ab, dass ich patsche nass war.


 

 

aktualisiert: 22.12.2007