Alex & KimbalandMeistens war ich, wenn es Alex gesundheitlich gut ging, Samstags in der Hundeschule Kimbaland. Kimbaland ist keine gewöhnliche Hundeschule sondern eigentlich ein Hundeverein bei dem ich mit Alex am Anfang meist mehrmals wöchentlich war. Hier war die einzige Gelegenheit Alex richtig mit anderen Hunden toben zu lassen. Alex konnte ich draußen nicht ohne Leine laufen lasse. Sah er irgendetwas oder bekam er seinen Koller, war er für einige Zeit verschwunden. Auf Kimbaland gibt es mehrere große Hundeplatze auf dem die Hunde gemeinsam toben dürfen. In dieser Hundeschule gibt es quer Beet alles an Hunde ...... verschiedene Rassen.....ganz klein bis ganz groß.......auch rennen immer Kinder auf dem Platz umher.....auch ganz klein.... bis ganz groß. Im Sommer kann es schon vor kommen, dass über 100 Hunde herum toben. Das ist dann ein ganz schönes Gewusel. Mir gefällt besonders der soziale Kontakt und den Umgang mit einander den die Hunde hier erlernen. Zu bestimmten Zeiten kann man auch an der Schule teilnehmen. Wir stellen uns dann am Anfang erstmal in der Grundstellung auf und der erzählt erst ein bisschen etwas und die Hunde müssen sitzen bleiben.
Es dauert nicht lange und wir begannen an den Hunden Tellington-Touch zu machen. Das liebte Alex und er genoss es sehr. Das Zahnfleisch-Touch gehörte unter anderem auch dazu was Alex nicht so sonderlich gefiel aber dazu dienen sollte, dass für die Hunde nicht ungewöhnlich ist, wenn jemand ihnen ins Maul fasst. Bald hatte er die Reihenfolge, die meist ähnlich aussah, raus. Zuerst wurde TTouch im Stehen gemacht und anschließend im Liegen. Die Hunde wurden dabei auch auf die Seite gelegt und am Bauch auch nach Zecken oder ähnlichem Getier untersucht. Das war für Alex immer das aller Größte und sobald er Platz machen sollte lies er sich auf die Seite fallen und streckte alle Viere von sich. Oft drehte er sich dazu noch auf den Rücken. Nach dem Touch wurden noch einige gemeinsame Übungen mit der ganzen Gruppe gemacht. Im Anschluss wurde in kleineren Gruppen aufgeteilt und weiter geübt.
Beispielsweise wie ihr unten auf dem Foto erkennen könnt liegen die Hunde in einem Kreis und Herrchen und Frauchen laufen um sie herum. Bei dieser Übung sollen die Hunde natürlich liegen bleiben. Am Anfang als ich mit Alex die ersten male da war, ist er bei jeder Gelegenheit abgehauen.
Die erste Zeit war für mich besonders hart in der Hundeschule, da Alex mein erster Hund war und ich nicht dachte, dass Hundeschule so anstrengend ist. Ich muss gestehen ich bin am Anfang als ich noch kein Hund hatte davon aus gegangen, dass man zum Hund sagt "Sitzt" und der Hund sich setzt sobald er das Kommando kennt. Tja sicher gibt es auch solche Hunde aber Alex gehörte nie dazu. Ich hatte das Gefühl, wenn etwas sinnvolles gesagt wurde, wie beispielsweise das Steh am Straßenrand, dann führte Alex es immer korrekt aus. Selbst Fuß laufen im Ort war überhaupt kein Problem. Was Alex aber nicht als sinnvoll erachtete war Fuß laufen auf Kimbaland. Er zottelte immer ein Stück hinter her. Bei der Übung unten auf dem Bild, liegen alle Hunde im Kreis mit einem kleinen Abstand zum Vorderhund. Jeder Hund darf dann nacheinander mit Herr- oder Frauchen im Slalom bei Fuß, um die andere Hunde herumlaufen. Den Rest der Zeit soll der Hund im Platz liegen und nicht aufspringen, wenn andere an einem vorbei laufen. Für Hundebesitzer die schon selbst Hundeschulen besucht haben íst das alles nichts neues.
Das unten auf dem Bild ist auch eine tolle Übung die war für Alex am Anfang schwer. Alle Hunde sitzen in einer Reihe und das Herr- bzw. Frauchen ruft den Hund einzeln ab. Alex hat am Anfang nie aufgepasst und in der Gegend umher geschaut. So ist er entweder gekommen, wenn andere gerufen wurden oder er blieb sitzen wenn er kommen sollte.
Ich wollte mit Alex im Jahr 2003 auch die Begleithundeprüfung machen. Das war meine erste Prüfung an dem ich jemals durch gerasselt bin. Alex hat an diesem Tag überhaupt nichts gemacht. Wirklich er hat nicht ein einzige Kommando durch ausgeführt. Heute muss ich sagen das dieses Verhalten so genau zu Alex passte. Er fand die Begleithundeprüfung nicht wichtig und es wäre nicht Alex gewesen hätten wir sie bestanden. In 2003 konnten wir auch noch öfter Agilliti mit machen. Als wir mit dem Anfängerkurs anfingen hatte Alex sehr oft Angst vor manchen Geräten. Alex machte eh immer einen unsicheren Eindruck. Der Kurs hatte Alex aber in seinem Wesen sehr verändert. Er wurde viel Selbstbewusster was ihm sehr gut tat. Leider bestanden wir auch die Abschussprüfung für Agilliti nicht. An dem Prüfungstag war meine Mutter gekommen um zu sehen wie Alex Agilliti macht. Als sie ankam war ich mit Alex schon bei den Prüflingen und Alex hatte sie daher noch nicht gesehen. Als wir dann den Parkur liefen, klappte es am Anfang ganz gut. Wir kamen dann zur Mauer und Alex rannte hoch. Oben angekommen blieb Alex allerdings stehen und schaute sich in aller Ruhe die Zuschauer an, die hinterm Zaun standen. Erst nach einigen Minuten konnte ich Alex dazu bewegen wieder weiter zu rennen. Wir waren schon fast am nächsten Gerät als Alex sich umdrehte und wieder die Mauer nach oben rannte. Dort schaute er sich wieder in Ruhe die Zuschauer an. Plötzlich sah er meine Mutter und fing noch an zu fiepsen. Da die Zeit eh schon rum war und wir einige Minuspunkten kassierten, war jetzt eh schon alles zu spät. Alex rannte von der Mauer runter, gleich zum Zaun und begrüßte freudig meine Mutter. Wir hatten nur Glück, dass das bestehen der Prüfung nicht Vorraussetzung zum Fortgeschrittenenkurs war und so konnte auch Alex weiterhin an Agilliti teilnehmen. aktualisiert: 06.01.2007
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